The Rum Diary

Ingo hat „The Rum Diary“ von Bruce Robinson gesehen.

Eigentlich ist es Johnny Depps Hommage an seinen Freund Hunter S. Thompson, den amerikanischen Kult-Journalisten, Linken und berühmten Trinker und Drogenkonsumenten, der sich 2005 erschossen hat. Depp hat den Film mitproduziert und spielt die Hauptrolle.
Paul Kemp, ein gescheiterter Schriftsteller und passionierter Säufer, aus dem es einfach nicht spricht, fängt Ende der 50er Jahre im US-Außengebiet Puerto Rico beim „The San Juan Star“ an, einer personell, moralisch und auch, was die Auflage angeht, total heruntergekommenen Tageszeitung, die kurz vor der Pleite steht. The Rum Diary weiterlesen

Grün ist die Hoffnung

Ingo hat „Grün ist die Hoffnung“ von T. C. Boyle gelesen.

Felix Nasmyth, arbeitslos, Kiffer, Trinker und Liebhaber vieler verbotener Substanzen, hat im Leben so ziemlich alles hingeschmissen. Das Schulorchester, das Doktorandenstudium der englischen Literatur, einen Job als Filmvorführer im Pornokino, seine Beziehung, als das Mädchen schwanger wurde, und selbst um den Militärdienst ist er herumgekommen – wegen psychischer Labilität. Doch dann, wir befinden uns in den frühen 80er Jahren und draußen im Land ist Reagan-Revolution, bekommt er, überredet durch einen Bekannten, die Chance seines Lebens: Grün ist die Hoffnung weiterlesen

Looper

Ingo hat „Looper“ von Rian Johnson gesehen.

Wie sind wir, als Person und was unsere Stellung in der Welt angeht, geworden, was wir sind? Haben wir unser Schicksal selbst in der Hand, oder sind wir Marionetten von Physik, Geschichte und gesellschaftlichen Strukturen? Ist Tyrannenmord gerechtfertigt? Wäre er es auch dann, wenn man z. B. in das Jahr 1889 nach Braunau am Inn zurückreisen könnte, um dem Baby Adolf Hitler eine Kugel in den Kopf zu schießen?
Ja, es geht Johnson um Philosophie in seinem Science-Fiction-Gangster-Action-Drama, das im Jahr 2044 spielt. Looper weiterlesen

Savages

Ingo hat „Savages“ von Oliver Stone gesehen.

Chon, ein mit allen Wassern gewaschener Ex-Navy-Seal, und sein Kumpel Ben, Betriebswirt und Botaniker mit philanthropischen Neigungen, führen im kalifornischen Laguna Beach mit ihrer Freundin O eine lustige Dreiecksbeziehung, die richtig gut funktioniert. Zum Liebesglück kommt der Reichtum, denn Ben und Chon züchten das beste Marihuana der Welt und schwimmen in Millionen. Das weckt die Begehrlichkeiten eines mexikanischen Drogenkartells und seiner Matriarchin Elena, die das Geschäft der beiden übernehmen will. Was folgt ist eine Orgie aus Gewalt und Intrigen. Savages weiterlesen

Cosmopolis

Ingo hat „Cosmopolis“ von David Cronenberg gesehen, der Don DeLillos gleichnamigen Roman verfilmt hat.

„Was mich an ‚Cosmopolis‘ faszinierte, war der Dialog. Ich dachte mir, diese Worte würde ich gerne ausgesprochen hören“, hat der Regisseur in einem Interview zu seinem Film gesagt. Genau das hat er getan, die Dialoge aus dem Buch wurden streckenweise wortgetreu übernommen, und was dabei herausgekommen ist, ist schlicht zu wenig. Dabei wäre es die Chance gewesen! Cosmopolis weiterlesen

Parada

Ingo hat „Parada“ von Srđan Dragojević gesehen.

Eine Gay-Pride-Parade in einem Belgrad, in dem pathologischer Schwulenhass regiert. Ein wütender Mob, der auf Mord und Totschlag aus ist, skandiert „Schwuchtelschweine! Ihr seid tot!“. In der ersten Linie des versprengten Häufchens unter der Regenbogenflagge stehen Radmilo, der Tierarzt, und sein Freund Mirko, der Theaterregisseur, der sich als Hochzeitsplaner durchschlagen muss, die ehemalige Stripperin Pearl und ihr Verlobter Micky Limun, stolzer Kriegsveteran und ehemaliger Krimineller, der an diese Sache wie die Jungfrau zum Kinde gekommen ist und zur Unterstützung noch drei alte Feinde aus den Balkankriegen der 90er rekrutieren musste, weil ihm kein serbischer Freund dabei helfen wollte. Parada weiterlesen

Cosmopolis

Ingo hat „Cosmopolis“ von Don DeLillo gelesen.

Kann man sich so etwas Gewaltigem und Abstraktem wie dem global entfesselten Finanzkapitalismus literarisch nähern? DeLillo versucht es, indem er eine 24-stündige Odyssee durch die „Hauptstadt der Welt“ beschreibt, die von den höchsten Höhen zu den tiefsten Tiefen führt. Eric Packer, Cyberkapitalist, Milliardär, Kunstliebhaber, von Wölfen gesäugt, gnadenlos effizient, Besitzer eines eigenen Satelliten und ausgedienten Atombombers, überkommt an einem Frühlingstag im April 2000 ein seltsamer Atavismus. Cosmopolis weiterlesen

The Cabin in the Woods

Ingo hat „The Cabin in the Woods“ von Drew Goodard gesehen.

Fünf Jugendliche in einer einsamen Hütte im Wald. Trinken, Kiffen, Sex und Party. Ein verschrobener Hinterwäldler, der noch orakelhafte Warnungen murmelt, und eine Zombiefamilie mit rasselnder Bärenfalle, rostiger Säge und Axt auf mörderischer Slashertour. Natürlich erwischt es die blonde Schlampe als erste, Strafe muss sein. Nur die Jungfrau hat eine reelle Chance, der Hölle zu entkommen. Goodards Film hat alles, was in hunderten schlechten Horrorfilmen abgekugelt wurde. Aber das ist erst der Anfang, denn das Grauen ist gesteuert. The Cabin in the Woods weiterlesen

Der Anschlag

Ingo hat „Der Anschlag“ von Stephen King gelesen.

Die Vergangenheit ist ein Friedhof unzähliger versunkener Welten. In Kings neuem Roman entdeckt der Highschoollehrer und Ich-Erzähler Jake Epping die Tür zu einer von ihnen. Ein unscheinbares Portal, das jeden, der es betritt, nach Lisbon Falls, Maine, führt, und immer ist es Dienstag, der 09. September 1958, 11.58 Uhr. Der Anschlag weiterlesen

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